© Jan Bitter

Zwei solitäre Baukörper reflektieren mit ihrer freien Grundrissfigur den besonderen Charakter ihres Standorts, einem Teil der ehemaligen Rheinauen, die heute jedoch zunehmend baulich verdichtet werden. In ihrer Höhenstaffelung vermitteln die beiden Gebäude zu dem benachbarten zwölfgeschossigen Hochhaus und unterstützen zugleich durch organische Raumbildung und lebendige Polychromie den latenten Charakter des ehemaligen Landschaftsraums.

Die freie Form der Gebäudekonturen ermöglicht gleichzeitig außerordentlich effiziente Bürogrundrisse bei maximaler Flexibilität. Beide Häuser besitzen je drei Erschließungskerne, die eigene repräsentative Eingangsbereiche bieten, sodass die Geschosse nach Bedarf in unabhängige Mietbereiche unterteilt werden können. Die Variation in den Grundrisstiefen erlaubt darüber hinaus vielfältige Nutzungen als Einzel-, Kombi- oder Großraumbüros.

Mit den raumhohen Öffnungsflügeln und den blickoffen bedruckten Sonnenschutzpaneelen lassen sich Belichtung und Ausblick an jedem Arbeitsplatz individuell durch die Nutzer regulieren.

Dank der Nähe zum Rhein kann die gesamte Gebäudetemperierung über die Nutzung von Brunnenwasser realisiert werden. In der Summe entstand eine Bürowelt mit spezifischer Atmosphäre, die bei höchster Arbeitsqualität eine hohe Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit erzielt und – verglichen mit konventio­nellen Bürogebäuden – nur etwa die Hälfte der Primärenergie benötigt.

© Jan Bitter
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Aufgabe

  • Bürogebäude

Bauherr

  • DKV Deutsche Krankenversicherungs AG

Daten

  • Bruttogeschossfläche: 42.700 m²
  • Wettbewerb: 2000, 1. Preis
  • 2000 — 2010