© Jan Bitter

Das neue Fakultätsgebäude für die Universität Potsdam ist mit seinem erheblichen Volumen behutsam in ein differenziertes Umfeld auf dem Campus in Potsdam-Griebnitzsee eingefügt. In der recht beengten Situation zwischen den zentralen Einrichtungen der Universität und einem Studentendorf wurde die Gestaltung des Neubaus aus einer Balance zwischen skulpturaler Eigenständigkeit und räumlicher Korrespondenz entwickelt.

Der Gebäudekörper besteht aus drei Flügeln, die im Grundriss ein „T“ bilden. Ausgehend von der fünfgeschossigen Mitte fällt die Traufkante des Daches nach Norden, Westen und Süden auf die Höhe der umliegenden Gebäude ab. Der Charakter des Neubaus erscheint je nach Annäherung unterschiedlich: Im Nordwesten rahmen zwei Gebäudeflügel eine historische Schmiede sowie den Fußweg vom nahe gelegenen Bahnhof, nach Süden entsteht ein waldartiger Gartenraum, nach Osten entfaltet der Bau eine auf den aufgeweiteten Außenraum und das bauliche Vis-à-vis abgestimmte Fernwirkung.

Die farbige Fassung des Gebäudes folgt dieser differenzierenden Logik, wobei die Farben als Hintergrund bewusst den historischen Bestand und die üppige Vegetation kontrastieren. Es entsteht ein Wechselspiel aus skulpturalem Volumen und flächig definierten, unabhängigen Farbräumen.

© Jan Bitter
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Aufgabe

  • Universitätsgebäude mit Seminarräumen und Büros

Bauherr

  • BLB

Daten

  • Bruttogeschossfläche: 4.200 m²
  • Wettbewerb: 2009
  • 2009 — 2013