© Hager Group/Jan Bitter

Dieses Gebäude für die Hager Gruppe im elsässischen Obernai ist ein Forum im besten Sinne des Wortes: ein kommunikativer Ort, an dem Ideen, Informationen, Talente und Fähigkeiten zusammenkommen, ein räumliches wie ideelles Zentrum.

In der diffusen Landschaft der städtischen Peripherie dient ein großes Dach mit einer eleganten Holzfachwerkkonstruktion als Ordnungselement, das alle Nutzungsbereiche unter sich versammelt. Seminarräume, Büros und Ateliers sind im Grundriss H-förmig angeordnet und bilden zwei großzügige Atrien, die flexibel für den Empfang von Besuchergruppen, für Ausstellungen, Versammlungen und besondere Events nutzbar sind. Im Süden definiert das Dach einen wettergeschützten öffentlichen Vorplatz, der, unmittelbar am Haupttor gelegen, den Auftakt zum Firmenareal bildet und am Kreuzungspunkt zahlreicher interner Wegebeziehungen zum natürlichen Epizentrum des gesamten Standortes wird.

Die Fassade ist in ihrem Rhythmus und ihrer Materialität eine poetische Interpretation dessen, was auf dem Gelände vor sich geht, der mechanisierten Produktion von Metallteilen. In seiner direkten Machart, seiner Flexibilität und seiner robusten Logik ist das Gebäude Teil der Familie der umgebenden Nutzbauten. In Programm und Funktionsweise, Gebäudetechnik, Materialität und der Präzision in Konzept und Detail offenbart sich jedoch eine Raffinesse, die en passant das Selbstverständnis des Unternehmens adäquat repräsentiert.

© Jan Bitter
© Jan Bitter
© Jan Bitter
© Jan Bitter
© Jan Bitter

Aufgabe

  • Showroom mit Ausstellungsflächen, Schulungsräumen, Vortragsraum, Büros, Café

Bauherr

  • Hager Group

Daten

  • Bruttogeschossfläche: 7.400 m² 6500 SDP
  • Wettbewerb: 2012, 1. Preis
  • 2012 — 2015

Auszeichnungen

  • German Design Award 2016, Special Mention

Projektteam

Jörg Albeke

Sibylle Bornefeld

Anna Czigler

Stefan Fuhlrott

Stephanie Heese

Rémi Jalade

Nils Lindhorst

Ernest (Hiok Hoe) Ng

Meta Popp

Maria Saffer

Vesselina Shushulova

Nora Steinhöfel