© Jan Bitter

Die KfW Westarkade gilt als eines der grünsten Hochhäuser der Welt und ist Prototyp für ressourcenschonendes Bauen im Kampf gegen den Klimawandel. Das fünfzehngeschossige Gebäude ergänzt die heterogene Gebäudegruppe der KfW-Hauptverwaltung und bietet ein Konferenzzentrum sowie Büroarbeitsplätze für 700 Mitarbeiter.

Der 56 Meter hohe Turm fügt sich dabei in das bestehende Ensemble ein, ohne dessen Ausblicke zu verstellen, und vermittelt mit seiner eigenständigen Figur und abgestuften Polychromie zwischen den unterschiedlichen Stadträumen. Er tritt zur Straße als schlanke Scheibe in Erscheinung und bildet einen dezenten Hintergrund für das Grün des benachbarten Palmengartens. Die fließende Kontur seines Sockelbereichs nimmt die Traufhöhe der Nachbarbebauung auf und ergänzt den Blockrand mit einer leichten konkaven Einwölbung, die den Eingang akzentuiert.

Die zweischichtige Druckringfassade ist eigens für den Bau konzipiert und korrespondiert wesentlich mit seiner stromlinienförmigen Kubatur. Sie gewährleistet witterungsunabhängig natürliche Belüftung bei hohem Wärmedämmwert und effektivem Sonnenschutz. Bauteilaktivierung, Erdwärmetauscher und die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums sind weitere Maßnahmen, deren integriertes Zusammenspiel den geringen Energieverbrauch dieses Gebäudes ausmacht, das 2011 vom Council on Tall Buildings and Urban Habitat als „Bestes Hochhaus der Welt“ ausgezeichnet wurde.

© Jan Bitter
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Aufgabe

  • Verwaltungskomplex mit Büros und Konferenzzentrum

Bauherr

  • KfW Bankengruppe, Frankfurt/M.

Daten

  • Bruttogeschossfläche: 39.100 m²
  • Wettbewerb: 2004, 1. Preis
  • 2004 — 2010