Mit einer für Konstanz ungewöhnlichen Bauhöhe von 50 m bildet dieses Projekt ein neues Aushängeschild bei der Anfahrt auf die Stadt. Sein außergewöhnlicher Standort im Auge der Auffahrtsrampe einer Autobahnbrücke markiert zugleich einen intermodalen Verkehrsknotenpunkt mit Fahrradwegen, Busterminals, Carsharing, einem Wassertaxi und sogar einer projektierten Seilbahn.

Auf diese verkehrsorientierte Stadtlandschaft reagiert der Entwurf: Da das Gebäude von Besuchern wie Passanten hauptsächlich in Bewegung erlebt wird, greift die Fassade das Prinzip der kinetischen Polychromie auf. In ihrer Geometrie und Farbigkeit ist sie dahingehend konzipiert, dass sich dem vorbeifahrenden Reisenden, abhängig von Geschwindigkeit und Position, ein ständig wechselndes Erscheinungsbild bietet. Das Gebäude selbst wird optisch in Bewegung versetzt.

Dem selbstbewussten Auftritt nach Außen steht ein immersives Raumerlebnis im Innern gegenüber, wo der Besucher ein von Yadegar Asisi gestaltetes historisches Stadtpanorama erkundet. Über dem mehr als 30m hohen Ausstellungsraum, der allein der Illusion des Panoramas gewidmet ist, öffnet sich ein Restaurant mit Dachterrasse zur umliegenden Landschaft und bietet einen tatsächlichen Rundumblick über den Bodensee und die Insel Reichenau bis hin zu den Alpen.

Mit einfachen Mitteln und einem moderaten Budget entwickelt der Entwurf aus einem Nicht-Ort einen Ausflugsort und strahlt als Landmarke in zwei Richtungen, indem er von weitem die Blicke auf sich zieht, während er sie von innen heraus wieder auf die Stadt, ihre Umgebung und ihre Geschichte lenkt.

Aufgabe

  • Ausstellungsraum für ein von Yadegar Asisi gestaltetes historisches Stadtpanorama, Restaurant mit Dachterrasse

Bauherr

  • Parkhotel Pforzheim GmbH

Daten

  • Bruttogeschossfläche: 6.650 m²
  • 2018 — 2020